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Information über die Prostata

Die Prostatadrüse, auch Vorsteherdrüse genannt, ist ein am Blasenausgang gelegenes, ca. kastaniengroßes Organ, welche das Prostatasekret produziert. Das Prostatasekret ist notwendig, um die Fortpflanzung zu gewährleisten. Es wird in den Samenblasen unterhalb der Prostata gespeichert und bei der Ejakulation mit den Spermien aus den Hoden vermischt und ausgestoßen.

Das Prostatakarzinom darf nicht verwechselt werden mit der viel häufigeren gutartigen Vergrößerung der Prostata, die bis zu 80% aller Männer in zunehmendem Alter entwickeln und die zu Blasenentleerungsstörungen führt. Die Mehrzahl der Prostatakarzinome entsteht in der Außenzone der Prostata und muss nicht zwangsläufig mit einer Verschlechterung des Wasserlassens verbunden sein. Das Prostatakarzinom ist der häufigste Krebs des Mannes überhaupt und entsteht meist im 6. und 7. Lebensjahrzehnt. Neben der Tastung durch den Darm besteht heutzutage für die Früherkennung des Prostatakarzinoms die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut zur Verfügung. Dies ist ein Eiweißprodukt, welches nur in der Prostata gebildet wird und welches bei Vorliegen eines Prostatakrebses im Blut meist erhöht ist. Dies kann auch der Fall sein, schon lange bevor der Prostatakrebs durch den Enddarm tastbar wird. Da es jedoch auch Prostatakrebsformen gibt, die mit keiner Erhöhung des PSA-Wertes einhergehen, gehört die Tastuntersuchung nach wie vor mit zu den Vorsorgeuntersuchungen.

Wenn der Verdacht auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms besteht, erfolgt in Absprache mit den Patienten der Vorschlag zu einer weiteren Diagnostik. Dies geschieht meist zunächst in Form einer Gewebeentnahme, welche ultraschallgesteuert durch den Enddarm vorgenommen wird. Wird hier ein Karzinom nachgewiesen, entscheiden sich die weiteren Schritte zur Therapie nach der Ausbreitung des Krebses, seiner biologischen Aggressivität (Gleason Grad) und der Größe der Prostata, aber vor allem nach den Gegebenheiten und Wünschen des Patienten.

Das Prostatazentrum in Bardenberg sieht seine vorderste Aufgabe darin, den Patienten bei Einbeziehung aller oben genannten Faktoren optimal über den aktuellen Weg der weiteren Diagnostik und die auf ihn zugeschnittenen Therapiemöglichkeiten zu informieren. Durch interdisziplinäre Stellungnahmen sowie Beratung von ausgewiesenen Spezialisten über die Plattform des NUK (www.uroweb.de) steht dem Patienten eine große Zahl von ausgewiesenen Fachleuten zu Verfügung, um dieses Ziel zu erreichen.